W3C für WebentwicklerWenn man sich als ernsthafter Webentwickler die Empfehlungen des World Wide Web Consortiums mal etwas genau ansieht, so fallen einem spontan nur 2 mögliche Gründe ein warum einige Webdesigner sie Ablehnen. Faulheit oder Unwissenheit. Manche Webdesigner meinen, sich an die W3C Empfehlungen zu halten würde bestimmte, bisherige Möglichkeiten im Webdesign stark einschränken, was diese wiederum auf die Palme bring. Stimmt aber so nicht: Im Prinzip ist dabei für einen Webentwickler nicht mehr nötig, als etwas umzudenken und ein wenig gewissenhafter zu arbeiten. Es gibt für alles im Webdesign Alternativen und man muss keine abenteuerlichen Anweisungen verwenden um bestimmte Browser zu vergewaltigen ihre Darstellung anzupassen. Man denke hier an das Box Modell und vergangene IE Versionen. Noch heute sehen sich Webentwickler genötigt spezielle IE-Anweisungen zu integrieren, damit auch dieser Browser eine Website so darstellen kann, wie sie sein soll. Wenn einige Webdesigner noch immer mit unsinnigen, verschachtelten Elementenbäumen arbeiten, keine semantischen Strukturen verwenden. Tabellen zweckentfremden weil sie es aus der vergangenheit so gewöhnt sind und sich um W3C Standards nicht viel kümmern. So werden sie es in Zukunft noch schwerer haben ihre Seiten mit CSS perfekt zu formatieren. Eine Trennung von Design und Content ist praktisch ein Muss, wenn man im Webdesign gute Arbeit abliefern will. DifferenzierungMan muss natürlich das Ganze auch etwas differenziert betrachten und darf die Empfehlungen des WWW Consortiums nicht zum Dogma erklären. Valide Webseiten zu entwickeln, sollte der angestrebte Weg sein aber kein alsolutes Ziel, das keinerlei Abweichung duldet. Wenn beispielsweise ein Kunde für Seine Webseite einen farbigen Scrollbalken für den IE wünscht, dann sollte ein Webdesigner das auch ohne schlechtes Gewissen umsetzen, auch wenn es nicht valide ist. Bei solch absolut unwichtigen Spielereien, die noch dazu außerhalb jeder Funktion stehen, kommt es darauf nicht an. Im funktionellen Bereich sollte ein Webentwickler allerdings keine Abstriche machen, denn durch validen Code wird in jedem Falle die Sorgfalt bei der Umsetzung einer Web Vision gefördert. Die Quelltexte sind wesentlich übersichtlicher und zum Teil auch schlanker, was die Ladezeiten im Client verkürzt. Kurz, die Endkunden bekommen mehr Qualität für ihr Geld. Die SuchmaschinenEs wird oft behauptet, dass nur durch Validität den Suchmaschinen überhaupt erst ermöglicht wird, Content richtig zu verarbeiten, besonders bei Textauszeichnungen. Ich denke jedoch die Spider können viel mehr als ihnen zugetraut wird. Aber Zeit ist schließlich Geld und unnötige Rechnerleistung sowieso, vermutlich werden nicht valide Seiten zukünftig in größeren Abständen gespidert werden. Die Meinung, dass Validität Einfluss auf das Rangking oder den *PageRank™ einer Webseite hat ist jedoch schlicht falsch. *Google™ hat bereits mehrfach selbst klargestellt, Validität hat keinen Einfluss auf das Rangking. Fakt ist: Validität allein ist keine Garantie, weder für das Eine, noch das Andere. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Parsen einer Seiten hat und Suchmaschinen es damit leichter haben eine Webseite korrekt zu analysieren. Vorausgesetzt natürlich der Rest ist auch in sich stimmig. Es lohnt sich also bereits bei der Planung eines Web Projektes darüber nachzudenken. Validität allein bringt gar nichts, aber im Zusammenspiel mit allen anderen Faktoren ist es ein wichtiger Bestandteil guten Webdesigns. Die BrowserBetrachtet man die derzeitige Browserlandschaft, so ergibt Validität noch mehr Sinn. Valide, konforme Quelltexte und ebensolche CSS Anweisungen führen langfristig gesehen, fast zwangsläufig, zu einer einheitlichen Darstellung der Webseiten. Im Moment ist das absolut nicht der Fall. Auch muss sich ein Webentwickler, der auf validen Quelltext achtet, in Zukunft keine großen Gedanken mehr darum machen wie eine neue Browser Variante seine Seite darstellen wird. Wie wir alle mit Freude gesehen haben, hat sogar der IE seit Version 7 viel dazugelernt und hält sich jetzt weitgehend an die Empfehlungen des W3C. Die Browserschmieden haben längst erkannt das es sowie bisher nicht mehr weitergehen kann und werden sich jetzt nicht selbst ausbremsen. Würde sich jeder Webdesigner schon jetzt an die W3C Standards halten, könnte es diesen Prozess des Umdenkens sogar noch merklich beschleunigen. Ein Browser der sich nicht an diese Standards hält, würde damit zwangsläufig zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Aber davon sind wir noch etwas entfernt. Fazit: An den Empfehlungen des World Wide Web Consortiums führt langfristig kein Weg mehr vorbei, weder für Browser noch für Webentwickler. * Google™ und PaageRank™ sind geschützte Marken der Google™ Inc., Mountain View CA, USA.
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