Der Weg ist das Ziel - auch im WebdesignWer viel macht, kann auch viel falsch machen, deshalb ist weniger auch im Webdesign manchmal mehr. Bei der Analyse von Kundenwebseiten fallen mir immer wieder die gleichen Fehler auf, weil viele Seitenbetreiber entweder schlecht beraten wurden oder die Seiten schlecht betreut sind. Die häufigsten Webdesign Fehler möchte ich hier auf 2 Seiten einmal kurz ansprechen.
Navigation und OrientierungEin wichtiger Aspekt guten Webdesigns und ausgewogener Usability ist eine stressfreie, übersichtliche und selbsterklärende Navigation auf der gesamten Website. Gut bezeichnete Navigationsschaltflächen geben dem Besucher assoziativ eine Ahnung davon, wo er sich befindet, wohin er kommt und was er dort vorfinden kann. Durch eine so genannte Breadcrumb – Navigation, im deutschen Sprachraum auch als Pfadnavigation bekannt, kann und sollte dem Besucher eine weitere Möglichkeit zur Orientierung angeboten werden. Auch der Einsatz einer Sitemap hat sich mittlerweile durchgesetzt und bietet zudem noch eine generelle Übersicht aller Web-Inhalte an, meist als Baumstruktur. Eine Sitemap für Suchmaschinen ist geradezu erste Webdesigner Pflicht. Um die Navigation auch für Suchmaschinen leicht auswertbar zu gestalten, sollten man keine mit JavaSript generierten Menüs verwenden. Als optimale Variante bietet sich hier der Einsatz von Listen an, welche man optisch mit Javasript aufwerten kann. Die Darstellung sollte über externe CSS-Anweisungen erfolgen, was auch der Trennung von Inhalt und Design entspricht, wie sie bei gutem Webdesign vorausgesetzt wird. Linktexte sollten dabei für sich selbst sprechen und nicht der eigenen Fantasie entspringen, nur weil man zeigen möchte wie anders man doch ist. Etwas Barrierefreiheit schadet dabei auch nicht und so sollte man den Linktexten gleich auch einen Titel-Tag gönnen. Auch Suchmaschinen mögen das. Kontakt und FormulareBei manchen Webseiten hat man den Eindruck der Betreiber ist sich selbst als Zielgruppe vollkommen genug. Mann muss regelrecht suchen, bis man dann endlich und dank deutscher Impressumspflicht die E-Mail Adresse findet. Für Kontaktangst ist im Internet kein Platz, das ist kontraproduktiv und wirkt unseriös. Um sich vor Spam zu schützen existieren andere Möglichkeiten. Wer es mit seiner Informationswut übertreibt schadet sich ebenso, denn er verliert das Vertrauen der Leute. Viele, auch große Firmen, haben leider den Sinn eines Kontaktformulars überhaupt nicht verstanden. Es ist nicht dazu da seinen Besuchern kostenlos jedwede, mögliche Information mit unzähligen "Pflichtfeldern" zu entlocken. Besucher wollen über ihre Daten selbst bestimmen und haben auch das Recht dazu. Nur sehr wenige Leute sind bereit sich einer solchen Zumutung zu beugen und 5-10 Minuten mit einem Formular zu quälen um ihre Anfragen loszuwerden. Zumal die Mehrzahl der geforderten Angaben nichts mit Ihrem Anliegen zu tun hat. Wesentlich nutzerfreundlicher und zudem billiger ist es solche Formulare als PDF, zum Ausdrucken anzubieten. Keine Nötigung durch Pflichtfeldschleife und der Datenschutz bleibt auch gewahrt. Seit einer Studie aus dem Jahre 2007 glaubt man zu wissen, schlechtes Webdesign beeinflusst die Besucher auch körperlich. So kann mangelhafte oder gar schlechte Usability im Webdesign für körperliche Stresssymptome sorgen, auch „Mouse-Rage-Syndrom“ genannt. Ob das nun tatsächlich zutrifft, lassen wir mal dahingestellt sein. Wer mit seiner Website auf langfristigen Erfolg aus ist, sollte auf jeden Fall die genannten Fehler vermeiden, denn mit gutem Webdesign wird auch der Efolg im Internet planbar.
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